Aubergine im Gewächshaus anbauen & pflanzen (Anleitung)

Die Aubergine gehört zu den beliebtesten Gemüsearten, die bei den deutschen Verbrauchern auf dem Teller landen. Auberginen können sowohl im Garten als auch im Gewächshaus angebaut werden.

Gerade im Anzuchthaus bedarf es eine Reihe von Besonderheiten zu beachten, damit am Ende auch eine reichhaltige Ernte steht. Worauf Sie beim Anbauen bzw. Anpflanzen von Auberginen achten sollten, dies wollen wir Ihnen nachfolgend erläutern.

Die Aubergine – was ist das?

Die Aubergine (lat. solanum melongena) ist in Deutschland unter vielen anderen Namen bekannt. Wahlweise kennt man sie unter dem Namen Eierbaum, Eierpflanze und Eierfrucht bzw. Melanzani.

Sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und bevorzugt warme Regionen, was sie für den Anbau in einem beheizten Pflanzenhaus bzw. Gemüsegewächshaus attraktiv macht. Ursprünglich stammen Auberginen aus Asien, von wo aus sie im 12. bzw. 13. Jahrhundert nach Europa exportiert wurden.

Wie kultiviere ich die Aubergine?

Im Freiland können Sie Auberginen nur unter guten Konditionen anbauen. Weinanbaugebiete bzw. andere klimatisch begünstigte Orte eignen sich am besten. Deutlich einfacher und üblicher ist in Deutschland der Anbau des Gemüses im Salathaus bzw. Treibhaus (nicht im Kalthaus!).

Der Boden sollte für die Kultivierung von Auberginen locker und humusreich sein, am besten verwenden Sie reifen Kompost, wie er auch bei der Aufzucht von Gurken verwendet wird.

Aubergine Anbauen Anpflanzen Gewächshaus

 

Die Temperatur im Gewächshaus sollte im Optimalfall 25 Grad betragen. Zudem sollten Sie eine regelmäßige Lüftung des Treibhauses sicherstellen, da Auberginen eine hohe Luftfeuchtigkeit nicht gut vertragen.

Aussäen sollten Sie das Gemüse Ende Januar, am besten nutzen Sie anfangs Blumentöpfe, in die Sie jeweils ein Korn pro Topf einpflanzen. Stellen Sie die Töpfe auf eine warmgelegene, helle Fensterbank in Ihrem Glashaus, ehe Sie zwei bis vier Wochen warten, bis die Setzlinge keimen.

Sind die Samen gekeimt, pflanzen Sie die Setzlinge ab Anfang Mai in das Grundbeet Ihres Gewächshauses. Der Abstand der einzelnen Schösslinge sollte 60 x 60 Zentimeter betragen, damit die Pflanzen ausreichend Abstand für die Treibbildung haben. Im Idealfall sollten Sie in Ihrem Blumenhaus einen Rankstab verwenden, wie er auch im Tomatengewächshaus bzw. im Gurkengewächshaus zum Einsatz kommt.

Welche Pflege benötigt die Aubergine?

Pflanzen Sie Ihre Auberginen im Treibhaus bzw. Anzuchthaus, sollten Sie Ihre Zucht regelmäßig düngen, am besten eigenen sich hierfür Bio-Gemüsedünger. Um kräftiges sowie gesundes Gemüse zu erhalten, können zum einen Hornmehl verwenden, welches das Wachstum der Pflanze fördert.

Ein weiterer Trick ist bei der Düngung der Auberginen Brennnesseljauche oder Beinwelljauche zu nutzen. Sie fungiert als natürlicher Dünger und fördert den Geschmack der Frucht.

Bezüglich der Wässerung sollten Sie regelmäßig gießen, da die Pflanzen über ihre Blätter viel Wasser verlieren. Trockenstress sorgt dafür, dass die Auberginen ihre Blüten abwerfen und sich die Größe der Früchte reduziert.

Wann kann ich Auberginen ernten – Tipps von Youtube

Der Anbau der Aubergine ist das eine, die Ernte das andere. Auch hier können Ihnen eine Reihe von Fehlern unterlaufen, weswegen es sich lohnt, sich vorab im Internet über die richtigen Verfahrensweisen zu informieren.

Das Video „Aubergine richtig ernten & lagern“ erläutert Ihnen, wann die beste Erntezeit ist, woran Sie eine reife Aubergine erkennen und was Sie beim Pflücken sowie bei der Lagerung der Früchte beachten müssen.

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Das Gewächshaus ist die Lösung

Sollten Sie über keinen großen Garten, aber über ein Gemüsehaus (z. B. ein Salathaus, ein Bohnenhaus, ein Tomatenhaus, ein Gurkenhaus bzw. ein Paprikahaus) verfügen, kann Ihnen das Anbauen von Auberginen ebenso gelingen wie das Kultivieren von Gurken.

Wer sich an die Regeln des Anbaus hält und seine Pflanzen regelmäßig pflegt, der wird mit einer reichen, wohlschmeckenden Ernte belohnt werden.

 

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