Tomaten ohne Gewächshaus anbauen & pflanzen (Tipps)

Immer mehr Menschen, die einen Garten, Balkon oder eine Terrasse besitzen, möchten Pflanzen, wie Gurken, Tomaten, Kräuter und gesunde Blumen, wie z. B. die Ringelblume, im direkten, persönlichen Umfeld anbauen.

Nicht immer ist es möglich, die Anzucht, wie auch die Aufzucht, in einem Glashaus durchführen zu können. Mit ein paar Tipps und Tricks ist das auch nicht notwendig. Wer sich richtig verhält, kann auf ein Kalthaus oder Gemüsehaus durchaus verzichten.

Auf den Standort der Pflanzen kommt es an

Wer Pflanzen im Freiland anbauen möchte, sollte sich von Anfang an einen eher trockenen und sonnigen Platz für die Gurken, Paprika, Chili und Tomaten suchen.

Diese Pflanzen lassen sich zwar auch im Gurkenhaus, Anzuchthaus oder Pflanzenhaus allgemein anbauen, gedeihen aber auch im Kübeln und Pflanztöpfen, die im Freien aufgestellt werden.

Wichtig ist dabei, dass die Pflanzen nicht nur angebunden und ausreichend gewässert werden, sondern auch vor Wind, Hagel und Starkregen geschützt sind.

Das geht am besten, wenn sie unter Dach stehen. Dafür ist nicht zwangsweise ein Blumenhaus oder Gemüsegewächshaus notwendig. Diese haben nicht nur Vorteile.

Sind sie zu dicht und besitzen keine Möglichkeit zum Lüften, ersticken die Pflanzen schnell in der Hitze, wenn an einem heißen Tag das Gurkengewächshaus oder Salathaus nicht gleich am Morgen geöffnet wird.

Ohne Gewächshaus Tomaten anbauen

Eines ist sicher. Tomaten brauchen, wenn sie viele Früchte tragen sollen, viel Wärme, Wasser und Nährstoffe. Trotz dieser Vorgaben können Tomaten durchaus im Freiland, ganz ohne ein Kalthaus, Tomatenhaus, oder Gemüsegewächshaus im eigenen Garten gezogen werden.

Worauf es ankommt, wenn Sie Tomaten ohne Gewächshaus anbauen möchten. Tomaten mögen keinen Regen, daher sind sie im Tomatengewächshaus am besten geschützt. Wer aber keinen Platz für ein Gewächshaus hat, weil zum Tomaten ziehen nur der eigene Balkon zur Verfügung steht, muss improvisieren.

Im Sommer ist das Wachstum von Tomaten, Gurken, Melonen, Paprika, Salatgurken und anderen Gemüsen ohne Treibhaus kein Problem, wenn diese nicht dem direkten Regen ausgesetzt sind.

Wann sind Pflanzen besonders robust und langlebig?

Bereits vorgezogene Pflanzen zu kaufen, ist nicht nur kostspielig, sondern auch risikoreich. Sie sind zumeist unter ganz anderen Umständen auf- und großgezogen worden, als im heimischen Bohnenhaus oder Paprikahaus.

Zahlreiche Jungpflanzen verkraften die Umstellung nicht und gehen ein. Es ist daher immer vorteilhaft, wenn Sie sich nicht nur Zeit nehmen, sondern auch Kosten einsparen.

Kaufen Sie sich am Anfang des Jahres, wenn es draußen noch kalt und eisig ist, die Samen der Gemüsesorten, die Sie ihn Ihrem Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse, anbauen möchten. Pflanzensamen sind kostengünstig und keimen schnell, wenn Sie sich an gewisse Vorgaben halten.

Tomaten Anbauen Anpflanzen

Samen brauchen Feuchtigkeit

Damit Pflanzensamen aufkeimen können, benötigen sie zuvor ausreichend viel Feuchtigkeit, zum Quellen. Am besten feuchten Sie dafür ein Wattepad an und geben die Samen darauf. Dann stecken sie das Wattepad mit den Samen in eine kleine, wiederverschließbare Plastiktüte.

Diese fungiert dann, wie ein kleines Gewächshaus. Sie verhindert, dass die Feuchtigkeit von Wattepad verfliegt und sorgt zudem, für eine gleichbleibende Temperatur. Die durchsichtige Tüte ermöglicht Ihnen auch, dass Sie den Fortschritt der Keimung von außen beobachten können.

Sobald die Pflanze einen Keimling entwickelt hat, können Sie diese mit einer Pipette vorsichtig aus der Tüte entnehmen und in einen Anzuchttopf setzen. Vergessen Sie nicht, diesen zu beschriften, damit Sie genau wissen, welche Pflanze sich da gerade entwickelt.

Pflanzenlichter sind von Vorteil

Damit sie eine Pflanze gesund entwickeln kann, sollte sie ausreichend viel Licht bekommen. Im Winter sind die Tage kurz. Das natürliche Licht reicht für diese Entwicklungen nicht aus.

Schaffen Sie sich daher lieber eine Pflanzenlampe an, damit Sie Ihre Gemüsepflanzen nach dem Keimen ausreichend mit Licht versorgen können.

Würden Sie das nicht tun, entwickeln sich Ihre gezogenen Gemüsepflanzen schlecht. Sie werden dann lang und kraftlos, weil sie sich dem Licht entgegenstrecken. Zwangsläufig verlieren sie diesen Kampf und gehen ein, weil sie sich nicht so kräftig entwickeln können, wie sie eigentlich sollten.

Nach dem Aussäen müssen die Pflanzen vereinzelt werden

Zu Beginn wissen Sie noch nicht genau, welche der jungen Pflanzen sich gut entwickeln und welche nicht. Beobachten Sie diese permanent und „vereinzeln“ Sie die kräftigsten Jungpflanzen in jeweils einem Blumentopf, sobald Sie diese für sich entdecken. Jungpflanzen dürfen nicht zu dicht stehen.

Ein enger Pflanzabstand ist dafür verantwortlich, dass sich keine der Pflanzen wirklich gut entwickeln kann. Es ist daher wichtig, dass Sie stets den Pflanzabstand einhalten, der auf der Tüte mit dem Saatgut angegeben ist.

Sie können alternativ die Pflanzen in jeweils einen Blumentopf oder Pflanzschale für den Balkon setzen, wenn Sie keinen Garten haben.

Fazit – Frisches Gemüse lässt sich leicht vorziehen

Mit ein wenig Routine und Erfahrung, wird es Ihnen schnell gelingen, Gemüsepflanzen selber vorzuziehen. Diese sind danach besonders kräftig, weil sie am gleichen Standort, an dem sie gekeimt haben und aufgezogen wurden, weiterwachsen können.

Sie sparen somit nicht nur überflüssige Kosten, wenn Sie Pflanzen selber vorziehen, Sie können sich auch über einen vermehrten Ernteertrag freuen.

Damit Sie von Anfang an, die passenden Pflanzen finden können, die Sie ohne Gewächshaus aussäen und aufziehen können, sollten Sie sich vorab gut informieren.

Sie können nicht nur Paprika, Tomaten und Chili aus dem Samen ziehen, sondern auch Mangold und unzählige Gartenkräuter.

 

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