Welche Erde für Gewächshaus? (Tipps) | Erdboden auffrischen

Besonders in einem festen Gewächshaus ist es wichtig, den Boden immer aufzufrischen. Der Erde werden durch die Pflanzen viele Nährstoffe entzogen, welche die nachfolgenden Pflanzen im nächsten Jahr dringend benötigen.

Nach der Ernte und dem Entfernen der alten Pflanzen sollten Sie den Boden für die nächste Saison vorbereiten. Sie brauchen den Boden nicht austauschen, wenn Sie die Erde immer wieder mit Pferdemist, Kompost, trockenem Kaffeesatz, Gründüngung und anderen biologischen Hilfsmitteln auffrischen.

Natürlich düngen ist auch in der Großstadt möglich

Eine Vielzahl der aktiven Hobbygärtner hat noch nicht einmal einen eigenen Garten, weil sie ein kleines Treibhaus auf der Terrasse oder dem Balkon stehen haben.

In Städten, die nah an den Ballungsgebieten liegen, können Sie nicht nur Brennnessel bei einem Waldspaziergang sammeln, sondern auch Pferdemist bei einem der Pferdehöfe holen.

Mit der Brennnessel können Sie ganz einfach eine Pflanzenjauche herstellen, mit der Sie nicht nur die Erde düngen können, sondern auch einen Bio-Dünger für Tomaten herstellen und Parasiten bekämpfen.

Pflanzenjauche, wenn Sie diese selber ansetzen, kann sehr unangenehm riechen. Setzen Sie diese daher am besten in einem Eimer mit dicht schließendem Deckel an. In den meisten Fällen ist die Jauche am Ende so konzentriert, dass sie mit dem Gießwasser großzügig verdünnt werden muss.

Sie sollten Ihre Pflanzen nicht überdüngen, daher verwenden Sie bei der Anmischung nur sehr wenig pure Jauche. Düngen Sie lieber öfter mit verdünnter Pflanzenjauche als einmal zu intensiv.

Erde Boden Pflanzerde

Manche Pflanzen mögen es sandig

Mediterrane Kräuter und Pflanzen mögen häufig einen sandigen, trockenen Stellplatz. Beim Auffrischen der Erde in einem Gewächshaus sollten Sie sich immer überlegen, welche Pflanzen wo eingepflanzt werden sollen.

Richten Sie diese Bereiche von der Art und Sorte der Pflanzerde so her, dass sie den Ansprüchen der unterschiedlichen Pflanzen genügen können.

Am besten zeichnen Sie sich bereits vor dem Auffrischen des Erdreiches einen genauen Pflanzplan, damit Sie sich nicht nur erkundigen, welche Ansprüche die unterschiedlichen Pflanzen stellen, sondern auch, welche Pflanzen die beste Mischkultur bilden.

Besonders praktisch ist es, wenn Sie Obst-, Kräuter- und Gemüsepflanzen im Gewächshaus ansiedeln, die mehrjährig sind. Einmal in einer perfekten Mischkultur gepflanzt und immer wieder sorgsam überwintert, können Sie sich über einen besonders guten Ernteertrag freuen, ohne dass Sie viel Arbeit haben.

In diesem Fall lohnt sich die intensive Recherche besonders, weil Sie sie nur einmal, alle paar Jahre, durchführen müssen. Alternativ können Sie alle anderen, einjährigen Pflanzen in ein Foliengewächshaus oder einen Folientunnel pflanzen. Sobald die Pflanzen beerntet sind, brauchen sie keine zusätzliche Wärme mehr.

Wann der Standort nicht gewechselt werden muss

Solange Sie Tomaten nicht direkt neben Kartoffeln in Ihrem Glashaus pflanzen, werden diese nicht gelb. Es bilden sich, wenn Tomaten fernab von Kartoffeln immer am selben Ort im Salathaus kultiviert werden, keine Krankheiten, welche in den Boden oder in die Tiefe übergehen.

Sie brauchen daher in Ihrem Anzuchthaus auch keinen Boden austauschen, welche über einige Jahre hinweg mit Tomaten bepflanzt wurden.

Es reicht aus, wenn Sie diese nach dem Ende der Tomatensaison mit Pferdemist auffrischen, den Sie tief ins Erdreich mischen. Es reicht nicht aus, wenn die Erde mit dem Mist nur ein wenig bestäubt wird.

Durch das Auffrischen mit Pferdemist wird der Boden wieder locker und nährstoffreicher. Es entwickeln sich im Gurkengewächshaus auch keine unangenehmen Gerüche, wenn Sie den Mist an kühlen Tagen im Herbst ins Erdreich einarbeiten.

Achten Sie dann aber darauf, dass Sie die Erde im Bohnenhaus immer schön feucht halten, damit die Nährstoffe vom Pferdemist in das Erdreich übergehen und dieser noch weiter reifen kann.

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Mit Pferdemist und anderem Bio-Dünger den Boden im Gewächshaus verbessern

In dem o. g. YouTube Video wird nachvollziehbar gezeigt, wie ein Hobbygärtner die Erde in seinem Gemüsegewächshaus mit Pferdemist, getrocknetem Kaffeesatz, Kompost und Holzasche als Bodenvorbereitung für die nächste Saison, aufmischt.

Ameisen meiden dann das Gemüsehaus und nach dem Auffrischen wachsen Gurken und Tomaten wieder viel kräftiger, ohne gelb zu werden. Sie brauchen in dem Zug das Tomatengewächshaus nicht, zu desinfizieren. Der Kaffeesatz muss vor dem Bearbeiten des Bodens richtig ausgetrocknet sein, da er ansonsten schnell schimmelt.

Schimmel im Bodenaufbau sollte auf jeden Fall vermieden werden. Ob das Kalthaus einen Bodenanker oder eine Bodenplatte hat, ist in dem Video nicht ersichtlich.

Ein Ausheben der gebrauchten Erde ist nicht notwendig. Ein Auffüllen mit Kompost, Pferdemist und Kaffeesatz reicht aus, wenn dieses Gemisch zum Aufbereiten unter die vorhandene Erde gearbeitet wird.

Was tun, damit die Erde im Tomatengewächshaus nicht gedüngt werden muss

Wer ein Aluminium-Gewächshaus anschafft, baut nicht selten eine Bodenheizung oder ein Bodenheizkabel unter den Bodenbelag. Nach dieser Bodenvorbereitung unter dem Betonboden wird dann die frische Erde auf die Fußbodenheizung gefüllt.

Das hat den Vorteil, dass Sie Ihre Gurken und Tomaten schon früh im Jahr ins Tomatenhaus pflanzen können, ohne dass diese einen Frostschaden erleiden.

Sie verlängern mithilfe der Fußbodenheizung, die mit einer kleinen Solar- / Photovoltaikanlage betrieben werden kann, die Erntezeiten enorm.

Damit nach einiger Zeit die Gurkenblätter Ihrer Gurken nicht gelb werden, müssen Sie immer wieder frische Pflanzenerde kaufen, welche Sie gegen die alte, verbrauchte Erde austauschen.

Diese Tätigkeiten können Sie vermeiden, wenn Sie sich ein Foliengewächshaus oder einen Folientunnel kaufen, den Sie jedes Jahr an einem anderen Ort aufstellen können.

Da Sie immer wieder den Standort mit einem Folien-Pflanzenhaus wechseln können, ersparen Sie sich nicht nur das Auffrischen vom Boden, Sie brauchen auch keine Fruchtfolge, zu berücksichtigen.

Wie ein Krieger sein Lager bauen Sie dann Ihr Folien-Paprikahaus immer an einem anderen Standort auf.

Fazit – Nachhaltig den Boden im Gewächshaus aufbereiten

Bio-Dünger ist leicht verfügbar und kostet nicht viel. Im eigenen Garten können Sie sich einen Komposthaufen bauen oder einen Komposter aufstellen.

Selbst in einer Wohnung können Sie eine Kompost-Tonne verwenden, damit aus Ihrem eigenen Bio-Müll ein hochwertiger Pflanzendünger wird.

Sie müssen dann keine teuren Zusätze oder Pflanzenerde fürs Gurkenhaus kaufen, sondern einfach nur immer die Beete befestigen und mit Kompost befüllen.

Schauen Sie sich vor dem Düngen und dem Anlegen neuer Pflanzbereiche genau an, welche Ansprüche die Pflanzen haben, die Sie nachher im Gewächshaus anpflanzen möchten. Solange Sie die richtige Fruchtfolge einhalten, brauchen Sie den Boden nicht zu wechseln.

 

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