CO2 Begasung im Gewächshaus (Tipps) | Treibhaus begasen

Die Zusammensetzung der Luft in einem Gewächshaus ist die gleiche wie in der Atmosphäre. Stickstoff ist dabei am meisten vertreten, gefolgt von Sauerstoff und Kohlendioxid, welcher für die Entwicklung von Pflanzen lebenswichtig ist.

Licht, Wasser und Kohlendioxid sind nämlich für die Produktion vom Traubenzucken, der ein üppiges Wachstum von Pflanzen garantiert, notwendig. In dem nachfolgenden Text wird erklärt wie man optimale CO2-Werte im Gemüsehaus erreicht.

CO2-Anlage für ertragreiche Ernte im Anzuchthaus

Moderne Treibhausausstattung ermöglicht heutzutage nicht nur Messung und Kontrolle der Luftqualität im Pflanzenhaus, sondern auch gezielte Steuerung der Luftzusammensetzung, so auch der Kohlendioxid-Menge.

Mit der sogenannten CO2-Begasung werden Gaskonzentrationen in der Gewächshausluft gesteigert und somit wird das Pflanzenwachstum gefördert.

Das ist besonders wichtig bei der kommerziellen Bewirtschaftung in Gartenbaubetrieben, weil die Pflanzen so schneller wachsen und besser gedeihen.

Da es oft der Fall ist, dass die Pflanzen sogar beim Anbau im Freien nicht genug Kohlendioxid bekommen, können sie sich dank dieser Methode im Gemüsegewächshaus besser und ertragreicher entwickeln.

In Holland, das Spitzenreiter im Treibhaus-Anbau ist, wird diese Methode seit Jahren verwendet. Dort ist man sogar einen Schritt weitergegangen und nutzt die Abgase aus Industriebetrieben zum Antrieb von Treibhausgeneratoren.

CO2 Carbon Dioxide

Worauf man bei der CO2-Düngung in Gewächshäusern achten muss

Aber obwohl Kohlendioxid das Pflanzenwachstum begünstigt, kann es für Menschen giftig sein und die Gesundheit gefährden. Aus diesem Grund müssen bei einer künstlichen CO2-Begasung im Gewächshaus die Arbeitsschutzregeln strengstens beachtet werden.

Es ist wichtig, den Prozess der Begasung oder Düngung, wie sie noch genannt wird, im Glashaus ständig zu überwachen. Die sogenannten CO2-Kanone ist da besonders gefährlich.

Ihre Leistung muss entweder begrenzt werden oder sie müssen mit einem System der automatischen Lüftung verbunden sein. Da diese Kanonen eigentlich Heizgeräte sind, die Abgase in die Gewächshäuser leiten, empfiehlt es sich eine Heizleistung von 10 kW pro 1.000 m³ Luftvolumen im Treibhaus einzustellen, damit der Kohlendioxid-Gehalt nicht signifikant ansteigt.

Bei der automatischen Lüftung verdünnt Frischluft die Gaskonzentration im Pflanzenhaus, sodass die CO2-Werte sinken.

Kohlendioxid-Begasung im Bio-Gewächshaus

In dieser Folge der Sendung „User Land“ des Bayerischen Rundfunks wird über das Bio-Landwirtschaftsbetrieb „Nürnberger Kraftstoff“ berichtet. Die Gewächshäuser des Betriebs werden hauptsächlich zum Anbau von Kräutern genutzt.

Im Jahr produziert der Betrieb über 6 Millionen Topfpflanzen und verkauft sie an große Handelsketten. Im Rahmen des Anbauprozesses kommt auch die Kohlendioxid-Düngung zur Verwendung. Der Betrieb schafft es auf diese Wiese das Pflanzenwachstum, um 15 Prozent zu steigern.

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Zu viel Kohlendioxid im Treibhaus verlangsamt Wachstum

Zu hoher Kohlendioxidgehalt kann das Wachstum der Pflanzen im Kalthaus verlangsamen. Im Tomatenhaus oder Gurkenhaus, aber auch im Blumenhaus ist das bei einer Konzentration von 600 ppm nicht zu erwarten.

Egal also, ob man den Kohlendioxid-Generator im Gurkengewächshaus, Paprikahaus, Bohnenhaus, Salathaus oder Tomatengewächshaus verwendet, wichtig ist es, mit Präzision und Vorsicht zu handeln.

 

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