Unkraut mit weißen Blüten bestimmen | Kleine weiße Blüte

In jedem Garten wächst im Laufe der Zeit zwischen Zier- und Nutzpflanzen eine Begleitvegetation mit Blüten. Ausgenommen Beete, die regelmäßig in kurzen Intervallen gründlich mit einer Unkrauthacke bearbeitet werden. Kleine Samen von nicht erwünschten Gewächsen befinden sich entweder bereits im Boden oder halten mit dem Wind Einzug.

Sogar saftig grüne Rasenflächen sind nicht gegen ungezügelt aufgehendes Unkraut gefeit. Wer weiß, wie die Wildkräuter heißen und wie sie sich entfalten, kann gezielt auf störenden Bewuchs reagieren. Kleine, weiße Blüten sind ein typisches Merkmal für verschiedene Unkräuter, die sich häufig in Grün- und Gartenanlagen einnisten. Wir stellen Ihnen einige weit verbreitete Arten vor.

Vogelmiere und Hirtentäschelkraut

Tolles Video, wie Sie die Unkräuter in Ihrem Garten richtig bestimmen

Auf stickstoff- und nährstoffreichem Grund finden Vogelmieren und Hirtentäschel kompatible Lebensräume. Beide Gattungen gedeihen einjährig und vermehren sich mittels Samen.

Die Vogelmiere, deren Blühphase vom Frühjahr bis zum Spätherbst reicht, breitet sich wie ein Bodendecker aus. Noch kleine Pflanzen lassen sich recht einfach aus der Erde zupfen oder rückenschonend mit Hilfe der Gartenharke entfernen. Jede Blüte besitzt fünf zweigeteilte, weiße Blätter. Laub und Stängel fühlen sich weich an.

Anders das Hirtentäschelkraut, das eine bodennahe Blattrosette hervorbringt, aus deren Mitte ab Mai bis zu 50 cm hohe Ähren ragen. Weiße, langgestielte Blüten in wechselständigen Abständen bilden nach der Befruchtung Schoten, die an kleine Beutel in umgekehrter Herzform erinnern. Deshalb die Bezeichnung Hirtentäschel. Wegen der langen Wurzeln eignet sich für die Beseitigung ein Löwenzahnstecher. Das vermehrfreudige Unkraut kann sich pro Jahr mit bis zu vier Generationen fortpflanzen.

Weiße Blüte des Giersches

Kein Unkraut wird von Gartenliebhabern so gefürchtet wie der Giersch. Das ausdauernde Kraut erreicht bei ausgezeichneten Bedingungen Wuchshöhen bis 100 cm. Unterirdisch bilden sich dichte Rhizome, mit denen der Giersch benachbarte Territorien erobert.

Sie identifizieren das Unkraut an ovalen, spitz zulaufenden Blättern mit gesägten Rändern und Trieben, die eine weiße Schirm-Blüte tragen. Bei genauer Betrachtung sind kleine, weiße Blüten-Kelche erkennbar.

Giersch zählt zu den hartnäckigsten Unkräutern mit weißer Blüte

Wie werde ich den Giersch los?

Den Giersch ausrotten bereitet Mühe. Es reicht nicht aus, wenn Sie lediglich das Laub entfernen. Nur wenn das wuchernde Wurzelgeflecht akribisch ausgesondert wird, verschwindet der Giersch auf Dauer. Denn selbst kleine Erdsprossen treiben erneut aus. Die Unkrauthacke wirkt sich eher kontraproduktiv aus, denn die geschliffene Kante zerlegt die Wurzeln bei der Bearbeitung des Bodens in viele Teile.

Eine Gartenharke erweist sich bei diesem Unkraut nützlicher. Denn Zinken ziehen die Ausläufer am Stück aus dem Boden. Aus bestäubten Blüten entstehen bis zum Spätsommer etwa 3 mm lange Spaltfrüchte, die nach selbsttätiger Aussaat für noch mehr Unkraut im Garten sorgen. Lassen Sie insofern die Blüte niemals zu Früchten ausreifen.

Zweijähriges Unkraut mit farbneutraler Blüte

Kleine, weiße Blüten als Attribut für Unkraut trifft ferner auf Knoblauchsrauken, Wilde Möhren und Wiesen-Kerbel zu. Diese drei Pflanzenspezies entwickeln in der ersten Vegetationsperiode lediglich Wurzeln und Blätter. Erst im zweiten Jahr treiben die Blüten aus.

Knoblauchsrauken bevorzugen schattige Standorte. Das Zerreiben der nierenförmigen Blätter erzeugt einen knoblauchartigen Geruch. Blüten erscheinen von April bis Juni. Stängel der Wilden Möhre streben bis zu 120 cm nach oben.

Die vielstrahlige, weiße Blüte in Doldenform bietet Käfern, Fliegen und Bienen Nahrung. Kleine Blüten-Gruppen des Kerbels stehen weiter auseinander. Weil beide Kräutersorten über fiedrige Blätter und eine weiße Blüte verfügen, werden sie gelegentlich miteinander verwechselt. Beim Jätem leistet ein Löwenzahnstecher gute Dienste, insbesondere bei allen tiefwurzelnden Arten. Grundsätzlich ist es immer von Vorteil, wenn das Unkraut nicht hoch wächst und noch vor der Blüte eliminiert wird.

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