Rasen säen bei Frost im Winter | Welche Temperatur zum Einsäen?

Nicht nur Gras, sondern auch die betreffenden Samen sind frosthart. Deshalb ist es bedenkenlos möglich, im späten Herbst oder im zeitigen Frühjahr mit der Aussaat zu beginnen. Worauf Sie beim Säen bei kalten Temperaturen achten müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die Aussaat bei kalten Temperaturen in Angriff nehmen – eigentlich kein Problem

Dass junger Rasen bei Frost erfriert, ist ein Irrglaube, der sich hartnäckig hält. Sie die Aussaat daher getrost bei Minusgraden in Angriff nehmen. Allerdings müssen Sie sich hierbei darauf einstellen, dass das Gras erst ab etwa 10°C keimen und wachsen wird.

Dabei kann der Bodenfrost die Samen in ihrem Keimprozess zurückwerfen – es dauert bei Frost also einfach länger, bis der Rasen wächst.

Trotzdem kann eine niedrige Temperatur im Winter dem Rasen gefährlich werden. Diese fördert nämlich die Austrocknung des Bodens und führt im schlimmsten Fall zum Absterben der Saat. Wenn Sie Ihren Rasen im Winter bei Frost anlegen, müssen Sie daher einige Aspekte beachten.

Väterchen Frost hat Einzug gehalten: Dennoch können Sie mit der Aussat in den Wintermonaten beginnen

Darauf ist zu achten

Nach der Aussaat sollten Sie darauf achten, dass die Samen ausreichend Flüssigkeit abbekommen. Denn nur dann, fängt der Rasen an zu wachsen. Allerdings dürfen Sie die Grassamen nach dem Säen nicht übermäßig gießen – Staunässe kann sie nämlich beschädigen.

Um ideale Bedingungen für Ihren Rasen zu schaffen, sollten Sie den Boden daher auch bei einer tiefen Temperatur konstant feucht halten.

Idealerweise bewässern Sie die betreffende Fläche tagsüber und bei Sonnenschein. Die Temperatur ist dann meistens höher, wodurch das Wasser gut ins Erdreich eindringen kann – nachts kann es hingegen zu Frost und damit zum Einfrieren des Untergrunds kommen.

Welche Temperatur ist zum Einsäen ideal?

Nicht das Frühjahr, sondern der Herbst ist für das Säen des Rasens die beste Zeit. Dank der Sommerwärme ist der Boden noch aufgelockert und verfügt noch über ausreichend gespeicherte Restwärme. So ist es möglich, die Samen bis in den Dezember hinein zu säen.

Im Herbst häufen sich außerdem Niederschläge, die das Wachstum des Rasens positiv beeinflussen. Bleiben Temperatur und Wetter stabil, können Sie das Gras auch im Winter – also im Januar oder Februar – einsetzen. Bei Frost ist jedoch Vorsicht geboten. Dauert er im Winter zu lange an, kann er die Samen austrocknen. Das Gras sprießt aber erst, wenn die Temperatur nachts nicht unter 5 bis 7°C fällt.

So ist beim Säen vorzugehen

Damit die Samen möglichst bald nach dem Einsäen zu wachsen beginnt, müssen Sie den Boden vorbereiten. Zuallererst lockern Sie hierfür die Erde mit einer Handhacke oder einer Gartenkralle. Auch sollten Sie den Untergrund von Unkraut befreien.

Erledigen Sie dies am besten mit einem Fugenkratzer. Mit ihm lassen sich unerwünschte Pflanzen schnell und ohne großen Kraftaufwand entfernen. Führen Sie diese Tätigkeit nicht bei Frost aus – denn dabei kann es zum Reißen des Unkrauts kommen, wobei die Wurzeln im Erdreich verbleiben.

Nach diesem Schritt harken Sie die betreffende Fläche mit einem Holzrechen glatt und erstellen Sie ein Planum. hierbei müssen Sie sorgsam vorgehen. Denn in Unebenheiten kann sich später Wasser sammeln, was mit negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Rasens verbunden ist. Lassen Sie den Boden nach dieser Vorbereitung für einige Tage ruhen – so geben Sie ihm die Gelegenheit, sich zu setzen.

Tolle Anleitung, was Sie beim Rasen säen und ausbessern alles beachten müssen

Danach können Sie das Säen vom Rasen in Angriff nehmen. Beim Säen sollte der Boden ganz trocken sein – denn Feuchtigkeit führt dazu, dass die Erde verklumpt, sodass den Samen die Wachstumsgrundlage entzogen wird.

Die Aussaat sollte außerdem an einem sonnigen und windstillen Tag erfolgen.

Denn die Rasensamen sind sehr leicht und fliegen bei kräftigeren Windstößen schnell davon oder sammeln sich dann an wenigen Stellen – im ungünstigsten Fall müssen Sie sich dann mit kahlen Abschnitten herumschlagen.

Die Wartezeit nach dem Säen

Bleibt der Frost aus und beträgt die Temperatur mehr als 10°C, ist mit einer Keimdauer von ein bis drei Wochen zu rechnen. Vergessen Sie auch im Winter nicht darauf, den jungen Rasen zu gießen. Denn vor allem im frühen Stadium ist der Rasen gegenüber Trockenheit sehr empfindlich.

Auch besteht im ersten Monat die Gefahr, dass sich Unkraut wie Löwenzahn, Gänseblümchen oder Klee ansiedelt und die Rasensamen verdrängt. Pflegen Sie das Gras daher täglich und sorgen Sie mit einer ausreichenden Bewässerung auch im Winter für stetiges Wachstum.

Wie schnell der Rasen wächst, hängt davon ab, wie hoch die Temperatur ausfällt und ob sich in der Nacht noch Frost bildet. Bei einer Temperatur, die konstant mehr als 10°C beträgt, sollte das Gras innerhalb einiger Wochen eine Länge zwischen acht und zehn Zentimetern erreichen.

Danach wird der Rasen zum ersten Mal gemäht. Ideal ist hierbei eine Schnitthöhe von rund fünf Zentimetern. Da der Rasen jetzt Widerstandsfähiger ist, können Sie erstmals Dünger streuen. Bei regelmäßiger Pflege, verzweigen sich die Gräser, sodass sich eine robuste Grasnarbe bildet.

Fazit

Da Rasensamen sehr robust sind, halten sie auch dem Frost im Winter stand. Somit ist es durchaus möglich, in eher kühleren Monaten wie Januar, Februar und März mit der Aussaat zu beginnen. Allerdings müssen Sie den Boden hierfür entsprechend vorbereiten.

Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass die Samen nicht austrocknen – denn nicht die Kälte, sondern die Trockenheit ist dafür verantwortlich, dass die Saat abstirbt. Berücksichtigen Sie diese Aspekte, werden mitunter noch im Winter oder im frühen Frühling die ersten Grashalme zum Vorschein kommen.

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