Wie Moos ohne Vertikutieren im Rasen entfernen (Anleitung)

Moos im Rasen ist ein Ärgernis für jeden Gärtner oder Hausbesitzer. Nicht nur, dass das Moos das Gras nach und nach verdrängt, es sieht einfach unschön aus. Daneben ist Moosbefall im Rasen auch ein Zeichen dafür, dass mit Ihrem Rasen, beziehungsweise mit Ihrem Boden etwas nicht stimmt.

Bevor sich Ihre schöne, grüne Rasenfläche in eine verfilzte, grüne Moosfläche verwandelt, sollten Sie handeln und den Moosbefall entfernen.

In der Regel wird ein Vertikutieren des Rasens empfohlen, um den Moosbefall zu entfernen. Vertikutieren ist allerdings sehr Zeit- und arbeitsaufwendig und kann, wenn nicht richtig vertikutiert wird, dem Rasen sogar schaden. Wie Sie Moos in Ihrem Rasen auch ohne vertikutieren entfernen können, erfahren Sie hier.

Wie bekomme ich Moos ohne Vertikutierer wieder weg?

Mit einer Kraftharke, beziehungsweise einem Handvertikutierer entfernen Sie das Moos am schnellstens. Wie schon erwähnt ist der Einsatz einer Kraftharke auch beim Profi umstritten, da durch das Vertikutieren große kahle Stellen im Rasen entstehen können, die das Wachstum von Moos noch fördern können.

Am besten setzen Sie daher gegen Moosbefall einen Moosentferner.

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Zur Rasenpflege gehört auch die Laubbeseitigung.

Moos bekämpfen – so gehts

Bevor Sie den Moosentferner anwenden, mähen Sie den Rasen.

Kleiner Tipp: Eine gute Rasenpflege ist beim Kampf gegen viel Moos das A und O. Egal, ob Sie nun einen Aufsitzmäher oder Rasentraktor für große Rasenflächen verwenden oder einen Benzin- oder elektrisch betriebenen Rasenmäher, schneiden Sie das Gras nicht zu kurz. Alle nötigen Geräte für eine gute Rasenpflege wie eine Kraftharke, Rasenrechen, Rasenmäher oder Ersatzfeder erhalten Sie in jedem guten Baumarkt oder Gartencenter.

Nachdem Sie Ihren Rasen gemäht haben, geben Sie ihm ein bis zwei Tage, um sich zu erholen. Dann können Sie einen Moosentferner nach Herstellerangaben einsetzen.

Hier haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder benutzen Sie einen Entmooser mit Essigsäure oder einen Moosvernichter mit Eisendünger. Moosvernichter mit Eisendünger sorgt zwar für satt-grüne Halme und ist stark im entmoosen, allerdings ist er auch giftig. Das abgestorbene Moos dürfen Sie deshalb auf keinen Fall auf dem Kompost entsorgen.

Die Variante mit Essigsäure ist für die Umwelt die bessere Wahl. Dieser Moosentferner wird einfach mit Wasser verdünnt und auf die bemoosten Stellen aufgetragen. Betreten Sie danach den Rasen einige Tage nicht und achten Sie auch auf Kinder und Haustiere.

Ist das Moos abgestorben, können Sie es mit manuell einem Rasenkamm oder einem Rasenstriegel aus dem Gras entfernen. Kahle Stellen sollten Sie so schnell wie möglich nachsäen.

Gras moosfrei halten – eine Videoanleitung

Im unten stehenden, kurzen Video finden Sie eine sehr gute Anleitung, wie Sie Ihren Rasen von Unkraut und Moosbefall befreien können. Ganz ohne Entmooser beziehungsweise ohne Vertikutierer. Neben der Anleitung gibt es auch noch wertvolle Tipps zur Rasenpflege, zum Beispiel, wie oft, wann und wie kurz das Gras gemäht werden sollte, um es moosfrei zu halten.

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Entmoosen ohne Moosvernichter

Auch ohne Moosvernichter können Sie gegen die lästige Pflanze in Ihrem Rasen angehen. Kämmen Sie dazu das Moos mit einem Rasenrechen gründlich aus. Danach verwenden Sie einen Aerifizierer – also einen Rasenlüfter – um den Boden gut zu lüften und um Staunässe zu verhindern.

Staunässe ist ein Grund für Moosbefall. Sie benötigen dazu nicht unbedingt ein Profigerät, ein Set Nagelschuhe bringt ebenfalls gute Erfolge.

Fazit

Moos ist lästig. Wie Sie sehen, gibt es jedoch etliche Methoden, die ungeliebte Pflanze zu vernichten. Ob Sie dabei auf Moosvernichter setzen oder mit Rasenrechen und Rasenlüfter dem Moosbefall ein Ende setzen, mit beiden Varianten erzielen Sie gute Erfolge und Ihre Rasenfläche kann wieder atmen.

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