Rasen neu anlegen (Anleitung) | Rasenneuanlage richtig pflanzen

Sie haben ein Haus gebaut und benötigen nun die richtige Anleitung zum Rasen anlegen? Oder ein bereits vorhandener Garten soll neu angelegt werden? Hier erhalten Sie eine Schritt für Schritt Anleitung sowie weitere Tipps für das Anlegen des Rasens 🙂

Eine Rasenneuanlage braucht Geduld und Zeit. Bevor Sie mit dem Rasen pflanzen beginnen, lesen Sie die Anleitung durch und besorgen Sie die richtigen Werkzeuge.

Wenn Sie richtigen Mutterboden besorgen müssen, weil Ihre Erde nicht die richtige ist, so planen Sie genügend Zeit für die Beschaffung der Erde ein.

Anleitung zum Rasen pflanzen:

Wenn Sie den Rasen selbst neu anlegen und eine Saatgutmischung verwenden, so sparen Sie Geld. Achten Sie beim Anlegen des Rasens auf hochwertige Grassamen, da diese eine dichtere Grasnarbe bilden und so das Wachstum von Unkraut vermieden werden kann.

Da es im Fachhandel viele unterschiedliche Grassamen gibt, lassen Sie sich vor Ort vom Fachpersonal beraten, welche Samen die richtigen für Ihren Garten sind.

Den richtigen Zeitpunkt zum Rasen pflanzen gibt es nicht. Die Samen sind winterhart. Bei einer Bodentemperatur ab etwa zehn Grad keimt der Samen jedoch zügiger und Sie müssen nicht lange auf die Grünfläche warten.

Daher empfiehlt es sich den Rasen entweder im Frühjahr zwischen April und Mai oder im Herbst zwischen August und September neu zu pflanzen.

Das Anlegen einer neuen Rasenfläche wird jedoch im Herbst empfohlen, so vermeiden Sie das Austrocknen des Samens durch das feuchtere Klima.

Im Frühjahr sollte mit dem Anlegen gewartet werden, bis kein Bodenfrost mehr auftritt. Auch benötigt der Samen im Frühling bei der Rasenneuanlage mehr Zeit, da der Boden noch nicht richtig warm ist.

Umfassende Anleitung zum Rasen säen und neu anlegen

Anleitung zur richtigen Bodenvorbereitung:

Bevor Sie anfangen die neu beschafften Grassamen zu säen, sollte vorab der Boden für die Rasenneuanlage richtig vorbereitet werden. Das Erdreich muss gut durchgearbeitet werden. Befinden sich im Boden Steine, Wurzeln und Unkraut, dann entfernen Sie diese zuerst mit einem Spaten.

Mit einem Rechen lassen sich auch noch weitere unter der Erde befindliche Wurzelreste oder Steine herausholen. Haben Sie noch keinen nährstoffreichen Boden, so empfiehlt sich Mutterboden in Höhe von mindestens 10 Zentimetern aufzutragen.

Es gibt bereits gesiebten Mutterboden, so sparen sie sich das nochmalige sammeln von Steinen und Wurzeln. Gesiebter Mutterboden ist teurer, als der mit Steinen und Wurzeln durchsetzte Boden. Sie müssen entscheiden, ob Sie beim Anlegen des Rasens lieber Zeit oder Geld investieren möchten.

Ebnen Sie den Boden sodann mit einer Richtlatte ein und entfernen Sie nochmals auftretende Steine oder Wurzeln. Sollten Sie einen torfhaltigen Boden haben empfiehlt es sich diesen vor dem Anlegen des Rasens auf den PH-Wert zu testen.

Ist der Boden zu sauer wird dadurch das Wachstum der Grasnarbe und die Aufnahme von Nährstoffen behindert. Ein saurer Boden sollte mit Kalk angereichert werden, um der Grasfläche einen bestmöglichen Start zu gewährleisten.

Wird der Boden nicht gekalkt und bleibt sauer, so haben Pilze und Moos einen idealen Nährboden zum Wachsen.

Tipps bei lehmhaltigen Boden:

Haben Sie einen Lehmboden, der Wasser nicht gut abfließen lässt, so arbeiten Sie etwa 2 cm Sand in den Lehmboden ein, um Staunässe zu vermeiden. Auch Humus- oder Komposterde, unter den Lehmboden gemischt, lockert den Boden auf und erleichtert das Rasen pflanzen.

Trockener Lehmboden: Der Killer einer jeden Grünfläche.

Schritt für Schritt: Die Anleitung zum Aussäen

Nachdem der Boden für die Rasenneuanlage vorbereitet wurde, können Sie nun die Grassamen säen. Es empfiehlt sich dazu einen Streuwagen zu benutzen. Den Streuwagen können Sie sich in Gartencentern stundenweise ausleihen oder neu kaufen.

Messen Sie das Saatgut für die vorgesehene Fläche ab. Sollten Sie den Samen mit der Hand verteilen, so achten Sie beim Anlegen darauf, dies gleichmäßig zu machen um ein Nachsäen zu vermeiden. Sind Sie sich unsicher, so können Sie mit Sand das Säen üben, um so ein gleichmäßiges Ergebnis zu erlangen.

Bei Regen sollten Sie nicht anfangen den Rasen die Samen zu verteilen, da diese sonst weggespült werden können und auch hier ein Nachsäen notwendig werden kann. Auch Wind sorgt für ein Verwehen der Samen. Müssen Sie nochmals säen, so beachten Sie weitere Kosten wie das Gießen der neu angelegten Rasenfläche.

Nachdem Sie gesät haben, drücken Sie die Samen mit einer Walze in den Boden ein. Es ist nicht nötig sich eine Walze zu leihen oder neu zu kaufen, man kann auch Holzbretter unter den Schuhen befestigen und den Samen so richtig fest treten.

Eingedrückte Samen bleiben länger feucht und erhalten einen besseren Bodenkontakt. Die Keimdauer beträgt je nach Witterung zwischen ein und drei Wochen.

Anleitung und Tipps für die erste Zeit nach dem Säen:

Die ersten Wochen nach dem Säen sollten Sie den Boden regelmäßig wässern und feucht halten. Dies ist wichtig, da die neu gesäten Samen direkt nach der Keimung am empfindlichsten gegen Trockenheit sind. Bitte betreten Sie den Rasen in dieser Zeit nicht um die feinen Wurzeln des neu angelegten Rasens nicht zu beschädigen.

Nach einigen Wochen, wenn der Rasen ca. eine Höhe von 8 bis 10 Zentimetern erreicht hat, dürfen Sie den Rasen das erste Mal richtig mähen.

Um Ihnen das Mähen so angenehm wie möglich zu gestalten wird Ihnen ein Luftkissenmäher für kleine bis mittelgroße Garten empfohlen. Auch verwinkelte Flächen und Hänge lassen sich mit dem Luftkissenmäher hervorragend mähen.

Der Mäher selbst ist mit seinen fünf bis acht Kilogramm einer der leichtesten Rasenmäher. Unterhalb des Luftkissenmähers wird ein Gebläse erzeugt, der Mäher hebt sich sodann vom Boden ab und gleitet über den Rasen und ist quasi gewichtslos.

Mähen Sie den Rasen das erste Mal nicht zu kurz, sondern lassen Sie etwa 5 cm stehen. So vermeiden Sie ein austrocknen der Grünfläche, oder ein verbrennen durch die Sonne.

Die richtige Anleitung zum Verlegen von Rollrasen:

Rollrasen kann sowohl im Frühling als auch im Herbst neu angelegt werden. Der Vorteil bei einer Rasenneuanlage mit Rollrasen ist, dass dieser direkt nach dem Verlegen genutzt werden kann und Sie nicht lange auf die Wiese warten müssen.

Auch gibt es hier keinen richtigen Zeitpunkt, da der Rasen bereits “fertig” bei Ihnen eintrifft. Sie lassen sich den Rasen direkt ans Haus liefern.

Auch Unkraut dürfte am Anfang kein Problem darstellen, da die dichte Grasnarbe den Wildwuchs nicht zulässt. Jedoch fallen die Kosten bei einem Rollrasen in der Regel höher aus. Auch sollten Sie Zeit zum verlegen haben, denn der Rollrasen sollte bei der Neuanlage noch am Liefertag verlegt werden.

Haben Sie nicht alles geschafft so lagern Sie den restlichen Rasen ausgerollt um Fäule zu vermeiden.

Beim Anlegen des Rollrasens muss der Boden genauso vorbereitet werden wie beim Säen. Sie sollten vor dem Verlegen einen mineralischen Volldünger ausstreuen um den Rollrasen in der Anwachsphase mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen.

Die Rasenstücke müssen lückenlos aneinander angeschlossen werden und sollten sich nicht überlappen. Sie können den Rasen mit einem Teppichmesser zuschneiden. Heben Sie den Verschnitt auf um ihn eventuell an einer anderen Stelle zu verwenden.

Nach dem Verlegen drücken Sie den Rasen mit einer Walze an, damit die Wurzeln einen guten Bodenkontakt bekommen. Laufen Sie nur auf dem Rasenabschnitt, den Sie bereits verdichtet haben. Walzen Sie den Rasen in Längs- und Querbahnen.

Sie müssen den Rollrasen, um ein mögliches Austrocknen zu vermeiden, in den ersten zwei Wochen sehr gut wässern. Sie können Ihren Rasen bereits ab dem ersten Tag vorsichtig betreten, richtig belasten sollten Sie ihn aber erst nach ca. 5 Wochen.

Bewässerung ist für einen neuen Rasen essentiell.

Anleitung für die Erneuerung der Grasfläche:

Besteht Ihre Wiese nur noch aus Moos oder Unkraut, so sollten Sie Ihren Rasen neu anlegen. Zu Beginn der Neuanlage mähen Sie Ihren Rasen nochmals und düngen Sie ihn gut. Nach etwa zwei Wochen können Sie dann mit der eigentlichen Arbeit beginnen.

Sie müssen den Rasen vertikutieren, d. h. Sie stellen den Rasenmäher so tief ein wie es geht, denn so können die Messer ein paar Millimeter in den Boden einschneiden.

Machen Sie das in Längs- und Querrichtung, um so Unkraut und Moos optimal zu entfernen. Alternativ zum Rasenmäher können Sie auch eine Gartenfräse benutzen, diese durchtrennt, durch das Fräsen, die Grasnarbe sowie Moos und Unkraut und vermischt diese miteinander.

Entfernen Sie sodann die abgemähten Reste gründlich. Sie müssen zum Fräsen kein Gerät neu kaufen, sondern können sich die Gartenfräse im Fachhandel ausleihen.

Nun können Sie eine spezielle Saatmischung zur Erneuerung des Rasens mit einem Streuwagen verteilen. Achten Sie auch hier nach dem neuen anlegen auf regelmäßiges gießen. Wie Sie den Rasen danach weiter behandeln entnehmen Sie bitte der Anleitung weiter oben: Anleitung und Tipps für die erste Zeit nach dem säen

Tipps gegen Moos im Rasen:

– düngen Sie Ihren Rasen regelmäßig um einen Nährstoffmangel zu vermeiden
– die oberste Schicht, unter der Grasnarbe sollte durchlässig sein
– tragen Sie bei lehmhaltigen Boden im Frühling nach dem ersten Mähen eine dünne Schicht Sand auf

Tipps gegen Unkraut im Rasen:

– benutzen Sie hochwertige Saatgut-Mischungen zum Rasen pflanzen
– mähen Sie den Rasen nicht kürzer als vier Zentimeter, Unkraut wächst bei Licht besser
– regelmäßiges Vertikutieren vermindert das Wachstum von Weißklee und Ehrenpreis
– bei Löwenzahn, die tiefe Wurzeln ausbilden, haben sich Unkrautstecher bewährt

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