Rasen düngen ab wann? Welcher Zeitpunkt im Jahr der Beste ist

Damit der Rasen auch schön und gesund bleibt, bedarf es neben ausreichend Wasserzufuhr und Licht auch an Nährstoffen. Zwar befinden sich diese im Boden, jedoch sind sie begrenzt. So kann es sein, dass trotz aller Mühe Moos und Unkraut sich immer weiter ausbreiten und der Rasen allmählich verkümmert 🙁

Insbesondere während der Saison werden durch das wöchentliche Mähen dem Rasen ständig Blattmasse entzogen.

Dadurch verliert der Rasen an wichtigen Nährstoffen. Damit er weiterhin all das hat, was er braucht, wird gelegentliche Grünlanddüngung empfohlen. Doch wann wird gedüngt? Zu welcher Jahreszeit? Und zu welcher Tageszeit?

Nicht immer ist das Düngen die Lösung

Viele Menschen glauben, die „Mitgenommenheit“ des Rasens bestimmt, wann der richtige Zeitpunkt zum Düngen gekommen ist. Dabei ist das Düngen nicht immer die Lösung, denn sehr oft mangelt es dem Rasen an Kohlendioxid, an Wasser oder an Sauerstoff.

Daneben kann ein Mangel an Mineralien wie Stickstoff, Kalium, Phosphor oder Magnesium vorliegen.

Anstatt gleich den Rasendünger anzuwenden, kann das Problem durch andere Maßnahmen behoben werden. Denn so hilfreich das Düngen auch ist, kann es das Grundwasser und den Boden zu sehr belasten, wenn es zu oft angewendet wird. Zudem kann oft auch Kalk das Problem einfach beheben.

Mangel an Nährstoffen im Boden

Ein Mangel an Nährstoffen wird oftmals mit Düngen behoben. Manchmal reicht es jedoch auch aus, den Rasen zu kalken. Die einzige Möglichkeit, herauszufinden, wie es mit den Nährstoffen des Rasens steht und ob Kalk ausreicht, ist eine Bodenanalyse.

Diese sollte regelmäßig, in einem drei- bis vierjährigem Rhythmus, ermittelt werden. Mitsamt dem Ergebnis aus dem Labor werden auch Empfehlungen dazu mitgeliefert, wie der Gehalt an Nährstoffen verbessert werden kann.

Wer seinen Rasen mit einem Mähroboter oder einem Mulchmäher mäht, wird wahrscheinlich mit weniger Dünger auskommen, da das Schnittgut auf der Fläche liegen bleibt, sich hier langsam ersetzt und die darin enthaltenen Nährstoffe von den Gräsern wiederverwendet werden können.

Denn mit jedem kg gemähtem Gras werden dem Rasen wertvolle Nährstoffe entzogen.

Damit Ihre Rasenfläche gut aussieht, gibt es einiges zu beachten

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Im Grunde reicht es vollkommen aus, den Rasen zwei Mal im Jahr zu düngen. Dies ist der Fall, wenn der Rasen nur wenig strapaziert ist. Der richtige Zeitpunkt hierfür ist im Frühjahr und Herbst.

Im Frühjahr wird am besten zwischen Mitte März und Mitte April gedüngt. Dauert der Winter etwas länger, kann sich der Zeitraum dadurch etwas verschieben. Im Herbst kann zwischen Ende August, Mitte September und sogar bis Mitte Oktober gedüngt.

Bei einem stärker strapaziertem Rasen kann sogar vier Mal im Jahr zu einem Rasendünger gegriffen werden. Dies ist besonders dann der Fall, wenn sehr oft Kinder auf dem Rasen spielen.

Der erste Zeitpunkt wäre in diesem Fall im Frühjahr, wenn der Boden die nötige Temperatur erlangt hat. Diese beträgt rund 15 Grad. Der nächste richtige Zeitpunkt wäre drei Monate später, also erst im Juni, denn hier hat der Rasen die stärkste Wachstumsphase.

Wer zum dritten Mal düngen will, kann als Zeitpunkt August auswählen. Eine dritte Düngung wird jedoch nur auf stark beanspruchten Rasenflächen empfohlen.

Bei der Düngung im Herbst sollte kein Rasendünger mit Langzeitwirkung ausgewählt werden, sondern lieber ein Herbstrasendünger. Dieser enthält im Vergleich zum Langzeitdünger einen hohen Anteil an Kalium, welcher die Zellwände der Gräser stärkt und sich im Zellsaft anreichert.

Dadurch wird der Rasen besser für den Winter vorbereitet und ist für diesen Zeitpunkt eher richtig. Das Säen im Herbst erfolgt etwa eine Woche später.

Säen, düngen, mähen – welcher Reihenfolge nach?

Bevor der Rasen zum ersten Mal im Jahr gemäht wird, sollte er erst gedüngt sein. Der Samen wird danach gestreut. Wird das Düngen zu einem anderen Zeitpunkt vorgenommen, ist es umgekehrt – es wird erst gemäht, dann gedüngt.

Das Säen kann im Frühjahr daneben auch parallel zum Düngen erfolgen. Im Herbst sollte man immer erst düngen, dann säen. Das Säen erfolgt hier im frühen Herbst, da es hier nicht mehr zu heiß ist, jedoch die Temperaturen weiterhin hoch genug sind, sodass der Rasen gut wachsen kann.

Ansonsten sollte man, wenn man den Rasen neu anlegen möchte, neben dem Säen auch das Düngen unbedingt durchführen.

Nach dem Säen und dem Düngen sollte die Rasenfläche in den ersten vier bis fünf Wochen lang mehrmals am Tag mit dem Sprühschlauch bewässert werden.

Tolles Video mit einer Anleitung zum Rasen düngen

Welcher Rasendünger ist der beste?

Damit Ihre Rasenfläche zu jeder Jahreszeit gesund bleibt, ist es wichtig, dass diese das ganze Jahr über ausreichend Nährstoffe bekommt. Daher ist ein Langzeit-Dünger in jedem Fall eine sehr gute Auswahl. Die im Handel erhältlichen Rasendünger haben eine Wirkungsdauer von drei bis sechs Monaten.

Ein Langzeitdünger wirkt meist etwa drei Monate lang. Bei der Auswahl des Rasendüngers mit Langzeitwirkung sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass dieser eine Sofortwirkung hat. Dies ist besonders im Frühjahr wichtig, damit der Boden die wichtigen Nährstoffe so schnell wie möglich erhalten kann.

Organische oder organisch-mineralische Langzeit-Dünger enthalten organisch gebundenen Stickstoff. Daneben sind diese umweltschonend und belasten nicht das Grundwasser. Der Stickstoff muss vom Boden erst zersetzt werden. Daher hat er eine natürliche Langzeitwirkung und reichert den Boden mit Humus an. Organische und teilorganische Produkte haben einen weiteren Vorteil.

Hat man zu viel Rasendünger auf dem Rasen zerstreut, verbrennt der Rasen nicht so schnell wie bei anorganischen, bzw. reinen Mineraldüngern. Der Grund dafür ist der niedrigere Nährsalzgehalt der organischen und teilorganischen Rasendünger einen niedrigeren Nährsalzgehalt aufweisen.

Mineraldünger dagegen wirken schneller und gezielter. Sie sind auf jedem Fall eine gute Auswahl vor dem Säen und dem Anlegen des neuen Rasens.
Wie viel kg Dünger gekauft wird, hängt von der Größe des Rasens ab. Bei der Dosierung werden die Herstellerangaben befolgt.

Wie wird der Rasendünger verteilt?

Das Düngemittel muss möglichst gleichmäßig auf der Rasenfläche verteilt werden. Streuwagen sorgen dafür, dass das Düngemittel regelmäßig verteilt wird. Ein Streuwagen ist beim Säen und beim Kalken ebenfalls sehr hilfreich.

Bei der Anwendung dieser sollte darauf geachtet werden, dass exakt Bahn für Bahn gefahren wird. Sonst kann erneut Rasendünger auf eine schon gedüngte Fläche gelangen, was nach einer Woche mit gelben überdüngten Streifen resultiert.

Daneben kann auch per Hand oder mit der Gartenfräse gedüngt werden. Die Gartenfräse ist besonders hilfreich dabei, den Rasendünger oder den Samen in den Boden einzuarbeiten.

Die beste Tageszeit

Abendstunden sind der beste Zeitpunkt zur Düngung. Wird dies tagsüber durchgeführt, besteht die Gefahr, dass der Rasendünger in der prallen Sonne verbrannt wird.

Wenn es sich um einen regnerischen Tag handelt, sollte dies lieber auf einen anderen Zeitpunkt verlegt werden. Denn obwohl nach dem Verstreuen des Düngers und nach dem Säen mit dem Sprühschlauch bewässert wird, ist die Grünlanddüngung nach dem Regen eher eine schlechte Idee.

Schließlich bleibt der Dünger in diesem Falle beim Verteilen auf den Grashalmen einfach hängen.

Nach der Grünlanddüngung

Nach dem Düngen wird der Rasen bewässert, damit die Nährstoffe einfacher und schneller in den Boden gelangen. Haustiere und Kinder sollten sich nach dem Düngen eine Weile nicht auf dem Grünland aufhalten, denn das Düngemittel kann einige problematische Zutaten enthalten.

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