Vertikutieren bei nassem Boden? | Feuchter Rasen durch Regen

Eine unglückliche Situation. Sie sind im Inbegriff den Garten richtig auf Vordermann zu bringen und wollen den Griff zum Vertikutierer wagen, doch dann ziehen Regenwolken auf und der nächste Schauer macht Ihr Vorhaben zunichte.

Vertikutieren bei nassem Boden, das ist leider nicht möglich – oder doch? Wir wollen Sie im vorliegenden Text darüber informieren, ob es möglich ist, nasse Rasenflächen zu vertikutieren und worauf Sie achten müssen.

Vertikutieren – wozu überhaupt?

Die Nutzung von Vertikutierer oder Handvertikutierer ist für die effektive Rasenpflege unabdingbar. Mit Hilfe von einem manuell genutzten Rasenrechen oder einem elektrisch oder mit Benzin betriebenem Rasenmäher wird innerhalb des Vertikutiervorgangs die Oberfläche des Rasens angeschnitten sowie belastende Abfallprodukte wie Laub, Moos oder Unkraut von der Rasenfläche entfernt, wodurch Ihr Grün wieder besser mit Sonnenlicht und Sauerstoff versorgt werden kann.

Nutzen Sie zudem einen Aerifizierer zum aerifizieren und lockern, wie etwa Nagelschuhe, so wird der Boden zusätzlich durch kleine Einstiche gelüftet, was ihm weitere Stärke verleiht. Geben Sie noch Kalk oder einen Bodenaktivator hinzu, wird Ihr Grün im Handumdrehen kräftig sprießen.

Garten Gras Regen Feuchtigkeit Tropfen Grashalm

Bei nassem Boden ist es besser das Vertikutieren an einem anderen Tag durchzuführen.

Vertikutieren bei nassem oder feuchtem Boden – ein Problem?

Grundsätzlich lässt sich festhalten: Hat es geregnet und ist Ihre Rasenfläche immer noch nass, so sollte nicht vertikutiert werden. Ein nasser bzw. zu feuchter Rasen hemmt die Rotation der Vertikutiermesser, sie bleiben eventuell im Erdreich stecken und die Auskämmung von Unkraut oder Moos kommt zum Erliegen.

Kommt es im Weiteren auch noch zur Schlammbildung, so graben sich die Messer des Vertikutierers unbeabsichtigt tief ins Erdreich ein und können der Grasnarbe erheblichen Schaden zufügen. Zurück bleibt eine schwer beschädigte Rasenfläche, der der Vertikutierer mehr geschadet als genützt hat.

Auf nassem Untergrund arbeitet es sich zudem deutlich schwieriger, als auf Trockenem. Nasser Rasen sorgt dafür, dass die rotierenden Messer deutlich behäbiger über den Boden fahren. Noch schlimmer wird es, wenn Ihr Erdreich in Teilen aus Lehmboden besteht oder ein steiniger Boden Ihren Garten ziert.

Derartige Bodenbeschaffungen lassen Regenwasser nur schwer absickern, es kommt zur Pfützenbildung, die Ihrem Vertikutierer im Falle des Vertikutiervorganges Schäden zufügen kann. Eventuell bleiben zudem kleine Steinchen oder Bodenunebenheiten unbemerkt, was zu einer Beschädigung der Vertikutiermesser führen kann.

Eine Ausnahme bildet ein feuchter Boden. Hier gilt: nasser Boden bedeutet nicht gleich nasser Rasen. Fahren Sie mit der Handfläche über den feuchten Rasen und spüren, dass die Grashalme trocken, der Boden nur leicht feucht ist, so kann der Griff zum Vertikutierer erfolgen. Auch eine Prüfung der Bodentemperatur kann Aufschluss darüber geben, ob ein Rasen vertikutierbar ist.

Die richtige Rasenpflege – Tipps aus dem Internet

Die richtige Pflege ist wichtig, wenn Sie sicherstellen wollen, dass Ihr Rasen über Jahre hinaus qualitativ stark und gesund bleibt. Nasser bzw. feuchter Rasen ist nicht nur ein Problem beim Vertikutieren, Regen kann auch Unkraut oder gar Pilzbefall fördern.

Welche Probleme noch auftreten können und wie Sie diesen effektiv gegenübertreten, dass erfahren Sie im Video „GG Theorie- Viel Regen! Gefahr für den Rasen? Nasser Rasen, braune Stellen, Pilze im Rasen, was nun?“, in dem Ihnen erläutert wird, was bei Regen und nassem Rasen am besten zu tun ist.

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Es regnet – Hände weg von Vertikutierer

Feuchter bzw. nasser Rasen ist niemals eine Einladung zum Vertikutieren, im Gegenteil. Solange kein trockener Boden vorliegt, sollte der Griff zum Vertikutierer unterbleiben, um Rasenqualität und -gesundheit nicht zu gefährden.

Warten Sie lieber auf die nächsten Sonnenstrahlen und vertikutieren Sie, wenn Ihr Boden getrocknet ist.

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