Rasen verbrannt & vertrocknet? So retten Sie verbrannten Rasen

Verbrannter und vertrockneter Rasen ist vor allem im Hochsommer ein Ärgernis vieler Hobbygärtner. Hitze und Wassermangel führen schnell dazu, dass die Rasenfläche gelb und unansehnlich wird und fast wie abgestorben erscheint. Doch es gibt einige Maßnahmen, durch die jeder ein zu schnelles Verbrennen und Vertrocknen der Graspflanzen verhindern kann. Ist Ihre Rasenfläche bereits geschädigt, sollten Sie trotzdem noch nicht ganz aufgeben, denn mit den richtigen Pflegemaßnahmen können Sie die meisten verbrannten und vertrockneten Rasenpflanzen noch retten.

Verbrannter Rasen muss nicht sein – Alarmzeichen nicht übersehen

Auch wenn die meisten Rasenmischungen äußerst strapazierfähig sind, vertragen die zarten Graspflanzen ausgedehnte Hitzeperioden und einen damit einhergehenden Wassermangel nur äußerst schlecht. Das Schadbild verbrannter Rasenflächen wirkt überaus unansehnlich. Die Wiese wirkt großflächig gelb und vertrocknet. Es zeigen sich braune Stellen als Zeichen verbrannter Pflanzen. Doch selbst bei der größten Hitze entstehen diese gelben und braunen Stellen nicht über Nacht. In einem solchen Stadium sind Austrocknung und Verbrennungen schon sehr weit fortgeschritten. Dabei senden die Graspflanzen schon lange bevor sie endgültig vertrocknet sind Alarmsignale aus.

Schreiten Sie rechtzeitig ein, können Sie Ihre Rasenfläche wiederbeleben und vor den schlimmsten Folgen von Hitze und Wassermangel schützen. Dass die Pflanzen bereits ausgetrocknet sind, zeigt sich an eingerollten Grasspitzen. Auch eine leicht bläuliche Verfärbung der einzelnen Grashalme deutet darauf hin, dass die Pflanzen an Wassermangel leiden und durch Hitzeeinwirkung wie von einem Feuer verbrannt werden. Achten Sie in heißen Perioden ohne Regen auch auf die Sichtbarkeit von Fußabdrücken auf der Rasenfläche. Bleiben Tritte im Gras lange sichtbar, ist auch das ein Zeichen dafür, dass der Rasen vertrocknet ist.

Damit der Rasen nicht vertrocknet – regelmäßige Kontrolle

Kontrollieren Sie regelmäßig, ob sich bereits gelbe Stellen gebildet haben. Die typischen gelben Stellen zeigt ein verbrannter Rasen meist zuerst an den Rändern. Zuerst werden die Pflanzen an den Grenzen zu Terrassen oder Hauswänden, aber auch entlang der Einfassungen von Beeten, gelb. Dort sind die Graspflanzen schon vertrocknet, bevor die gesamte Rasenfläche betroffen ist. Je eher Sie die ersten Anzeichen und Auswirkungen der Hitze entdecken, desto größer ist die Chance den Rasen doch noch zu retten.

Durch falsches Mähen wirkt das Gras vertrocknet und verbrannt

Das Gras ist verbrannt, häufig durch falsches Mähen oder Gießen

In einem Sommer mit ausgedehnten Hitzeperioden ohne Regen bleibt kaum eine Rasenfläche von den Folgen verschont. Es lässt sich kaum verhindern, dass der Rasen vertrocknet und von verbrannten Stellen durchzogen ist. Doch Hitze und Wassermangel sind nicht die einzigen Ursachen für einen verbrannten Rasen.

So kann auch falsches Mähen zu ausgetrockneten Pflanzen führen, die wie abgestorben erscheinen. Mähen Sie an heißen Tagen niemals in der Mittagszeit. Dann ist die Sonneneinstrahlung am stärksten und die Graspflanzen können sich an den Schnittstellen nicht regenerieren. Beim Mähen entsteht an der Schnittstelle sozusagen eine Wunde. Die Pflanze muss diese Schnittstelle versiegeln, um kräftig und unbeschadet weiterwachsen zu können. Die starke Sonneneinstrahlung trocknet die Halme jedoch sofort an den Schnittstellen aus.

In Folge verbrennen die Pflanzen an diesen Stellen tatsächlich wie durch ein Feuer. Dieser Verbrennungseffekt zeigt sich im Sommer oftmals auf Viehweiden. Die Pflanzen auf der Weide werden vom grasenden Vieh auch in der Sommerhitze abgefressen. Die Weide sieht danach oft nicht mehr wie eine saftige Wiese aus, sondern wirkt abgestorben und verbrannt.

Durch falsche Bewässerung wird der Rasen gelb

Die typischen gelben Stellen sind nicht immer ein Zeichen für Wassermangel. Auch das Gegenteil kann der Fall sein, denn in verregneten Sommern wird das Gras durch zu viel Wasser gelb. Doch auch in Hitzeperioden kann eine falsche Bewässerung zu gelben Stellen führen. Bei großer Hitze ohne Regen ist es besser nicht täglich zu wässern, dafür aber ausdauernd. Als Faustregel gelten pro Quadratmeter etwa 15 bis 20 Liter Wasser. Dabei reicht es ein- bis zweimal pro Woche zu wässern.

Verbrannter Rasen – Ist er jetzt noch zu retten?

Trotz Beherzigung aller Tipps und Tricks lässt es sich nicht immer vermeiden, dass der Rasen doch vertrocknet und stellenweise verbrannt erscheint. Auch in einem solchen Zustand ist es nicht immer zwingend notwendig den Rasen zu erneuern, denn oftmals lässt sich auch verbrannter Rasen noch retten und wiederbeleben. Die verbrannten Halme lassen sich durch nichts wiederbeleben. Sie sind so geschädigt, dass sie nicht mehr zu retten sind.

Mögliche Hilfsmaßnahmen richten sich nicht darauf die verbrannten Pflanzenteile zu retten. Vielmehr soll sich die Rasenfläche erholen und regenerieren, sodass neue Grashalme wachsen können. Generell ist jetzt Geduld gefragt. Eine stark geschädigte Rasenfläche braucht zunächst einmal Zeit zum Erholen. Gönnen Sie Ihrem ausgetrockneten Rasen mindestens zwei, besser drei Wochen Zeit, bevor Sie umfassendere Maßnahmen ergreifen.

Rasen verbrannt – Wasser und Düngen als erste Hilfsmaßnahmen

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Tolle Anleitung, wie Sie Ihren verbrannten Rasen wieder grün bekommen

Ist der Rasen verbrannt und ausgetrocknet, verwöhnen Sie ihn mit Wasser. Dabei sollte der Boden im Idealfall mindestens 20 Zentimeter tief vom Wasser durchdrungen werden. Eine ausdauernde, gleichmäßige und bodendurchdringende Bewässerung sorgt dafür, dass die Wurzeln das Wasser besser aufnehmen können.

Neben der Wasserversorgung ist eine ausreichende Nährstoffaufnahme enorm wichtig. Ein guter Dünger enthält alle Nährstoffe, die die Graspflanzen benötigen. Doch nicht jede Düngermischung eignet sich für einen verbrannten und ausgetrockneten Rasen. Lassen Sie sich im Fachhandel gut beraten, welcher Dünger geeignet ist. Beim Ausbringen des Düngers sollten Sie sich unbedingt an die Packungsanweisung halten, um eine Überdüngung zu vermeiden.

Nach dem Düngen muss die Rasenfläche gut gewässert werden. So kann der Dünger optimal in den Boden eindringen und von den Pflanzen aufgenommen werden. Nach etwa zwei Wochen sollte die Rasenfläche nicht mehr so gelb und verbrannt aussehen und langsam wieder in einem saftigen Grün erscheinen. Sollten Bewässerung und Düngung den Rasen nicht mehr retten können, ist es Zeit drastischere Maßnahmen zu ergreifen, um den vertrockneten und verbrannten Rasen zu retten.

Wenn nichts mehr zu retten ist – Nachsäen oder komplett neu anlegen

Manchmal ist es trotz aller Hilfsmaßnahmen unmöglich einen verbrannten und vertrockneten Rasen doch noch zu retten. Dann hilft nur noch das Entfernen verbrannter Pflanzen und Nachsäen. Unter Umständen müssen Sie die Rasenfläche sogar komplett neu anlegen. Vor einer Nachsaat sollten Sie zunächst alle braunen Stellen entfernen und die Rasenfläche gut belüften. Dazu eignen sich Vertikutierer, Gartenhacke oder eine Gartenfräse.

Kleine Stellen können Sie auch mit einem Fugenkratzer bearbeitet und belüften. Lockern Sie dazu mit dem Fugenkratzer kleine Stellen gut auf. Für große Flächen eignet sich eine Gartenfräse zur Auflockerung des Bodens. Erst wenn der Boden wieder locker und durchlässig ist, sollten Sie den Rasen erneuern und das Saatgut und einen Start-Dünger gleichmäßig verteilen. Nach der Saat wird das Saatgut fest in den Boden gedrückt. Die ersten Wochen nach der Saat ist eine tägliche Bewässerung wichtig. Erst wenn die Keimlinge Wurzeln ausgebildet haben, kann die Bewässerung reduziert werden.

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