Rasen mulchen und vertikutieren (Anleitung) | Garten-Tipps

Mähen, vertikutieren, mulchen – den Weg zum perfekten Rasen finden Sie hier. Wer kennt es nicht? Die warme, sonnenreiche Jahreszeit steht vor der Tür und der Rasen soll in möglichst kräftigem und gesundem Grün erstrahlen. Ein Weg, dies zu ermöglichen, ist eine gute Rasenpflege durch Nutzung von Rasenrechen, Rasenmäher und Vertikutierer.

Wie Sie Ihren Rasen am effektivsten pflegen und worauf Sie bei der Verwendung genannter Hilfsmittel achten sollten, dies wollen wir Ihnen nachfolgend erläutern.

Wozu, wann und wie vertikutiere ich?

Regelmäßiges Vertikutieren ist für eine effektive Rasenpflege unabdingbar. Durch die Nutzung von Handvertikutierer oder motorisiertem Vertikutierer wird die Rasenfläche von Ballastelementen wie altem Laub, Moos oder Unkraut befreit, was eine bessere Versorgung des Rasens mit Sonnenlicht und Sauerstoff möglich macht. Ein zusätzlicher Aerifizierer, z. B. sogenannte Nagelschuhe, sorgt zudem dafür, dass der Boden besser belüftete werden kann. All diese Maßnahmen stärken Ihre Grünfläche und machen sie widerstandsfähiger gegen mögliche Erkrankungen wie Pilzbefall.

Die ideale Zeit zum Vertikutieren ist das Frühjahr bzw. der Herbst, da der Rasen hier fit gemacht wird für den Sommer bzw. für die Winterruhe. Die Rasenfläche wird vor dem Einsatz des Vertikutierers gemäht, ehe der Vertikutierer verwendet wird. Mit einer Arbeitstiefe von ca. 3 Millimetern wird der Rasen im Anschluss zunächst in Längs-, dann in Querrichtung abgefahren, sodass eine Art Schachbrettmuster entsteht. Ist der Vertikutiervorgang beendet, so kann gegebenenfalls eine Nachsaat sowie das Salzen und Kalken des Rasens erfolgen.

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Immer mehr Hobbygärtner lassen nach dem Mähen den Rasenschnitt auf dem Rasen liegen.

Wozu soll und wie kann ich mulchen?

Wenn Sie sich entscheiden, den Rasen zu mulchen, statt ihn einfach nur mit dem Rasenmäher zu mähen, so bedeutet dies, dass Sie den anfallenden Rasenschnitt im Unterschied zum herkömmlichen Vorgang nicht entfernen, sondern ihn locker auf der Rasenfläche liegen lassen. Das Schnittgut fällt durch die Zerkleinerung innerhalb des Mähprozesses durch die Grashalme hindurch auf den Erdboden, wird dort durch Mikroorganismen zersetzt und verwandelt sich hierdurch in wertvollen Humus. Der Mulch wirkt auf den Boden wie ein Düngemittel bzw. Kompost und verbessert langfristig die Bodenqualität. Zugleich schützt die Mulchdecke Ihr Grün vor Austrocknung durch zu starke Sonneneinstrahlung.

Der einfachste Weg den Rasen zu mulchen ist die Verwendung eines Mulchmähers, im Unterschied zu einem herkömmlichen Rasenmäher. Alternativ wird vor dem Mähen mit dem handelsüblichen Mäher der Auffangkorb für den Rasenschnitt entfernt, sodass Selbiger nach dem Mähprozess auf der Rasenfläche verbleibt. Gemulcht werden sollte grundlegend nur bei trockenem Rasen, da sich feuchter Rasenschnitt nur sehr schwerfällig zersetzt. Wird der Rasen regelmäßig gemulcht – Experten empfehlen in der Rasenwachstumsphase vom Frühjahr bis Herbst einen einwöchigen bzw. zweiwöchigen Rhythmus – so hat dies nachhaltige Wirkung auf die Gesundheit und Kräftigkeit Ihres Rasens.

Mähen und mulchen – Tipps von YouTube

Wer sich genauer über die richtige Verfahrensweise sowie den Nutzen des Mulchens informieren will, für den lohnt sich ein Blick auf YouTube. Das Video „Anleitung Rasen mulchen“ zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Mulchmäher am effektivsten verwenden, wann die beste Zeit für den Mulchvorgang ist und welche Wirkungen der Rasenmulch auf die Rasenfläche ausübt.

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Mähen oder mulchen – der Unterschied macht es aus

Anstatt den Rasen einfach nur zu mähen, greifen immer mehr Gartenexperten wie Hobbygärtner neben dem jährlichen Vertikutieren zur Technik des Mulchens. Egal, ob Sie manuell, elektrisch oder mit Benzin mähen, das Mulchen des Rasens ist eine echte Alternative.

Sie müssen weniger bewässern, die Entsorgung des Schnittgutes ist nicht notwendig und das zusätzliche Düngen entfällt. Wagen Sie folglich den Griff zum Mulchmäher, der Rasen und auch Ihre Freizeit werden es Ihnen danken.

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